Tazdli Wiyez Bin
01/22/2008
(Tasdli Wijes Bönn) heißt das neue Schutzgebiet, das der Landtag von British Columbia am 30. Mai gesetzlich abgesegnet hat. In der Sprache der Wet’suwet’en bedeutet das etwa ‘See durch den Wasser flutet’, ein Name der allen verständlich ist, die das Schauspiel der Schmelzwassermengen eines heißen Augusttages in den Howsons erlebt haben. Seit gut dreißig Jahren war das Gebiet um die Burnie Lakes ein Kandidat für diesen Status. In zwei Jahren an dem lokalen Planungstisch habe ich versucht, am Schutz dieses und anderer Gebiete zu arbeiten. Jetzt ist es offiziell: keinen Bergbau, kein Abholzen, keine Dämme wird es in dem neuen Provincial Park geben. Das ist ein Grund zum Feiern, und zum Dank an alle, die über die Jahre zu diesem Erfolg beigetragen haben. Viele von Ihnen haben das mit Briefen an die Regierung von British Columbia getan. Dafür danke ich Ihnen heute. Die Burnie-Hütte wird in Zukunft unter einem Park Use Permit operieren. Die Leute von BC Parks haben mich von Anfang an bei der Anlage der Hütte und der Wege beraten und kennen sich mit unserem Betrieb einigermaßen aus. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihnen.
Natürlich gibt es stets ein paar Wermutstropfen. Der bitterste ist, daß zwei geplante Pipelinetrassen durch das Südende des Parks erlaubt sind, etwa 25 km von der Hütte entfernt. Damit soll Schweröl von den Athabasca-Ölsänden im nördlichen Alberta zu einem geplanten Supertankerhafen in Kitimat fließen. Eine zweite Leitung soll Petroleumkondensat, ein Lösemittel für die extrem schmutzige und energieaufwendige Gewinnung des Bitumens, nach Fort McMurray bringen. Das ist problematisch genug. Pipelines brechen, und die Auswirkungen auf die Lachszüge des Skeena River wären katastrophal. Aber zusätzlich sollen Öltanker durch die stürmischen und äußerst schwierigen Küstengewässer von British Columbia fahren, aus denen sie seit den Siebzigern verbannt waren. Erinnert sich noch jemand an die Exxon Valdez?
Vom nächsten Winter an werden wir am Freitag die Gruppen wechseln. Das tun alle drei Heliski-Unternehmen in der Region. In Zukunft können Bergführer, die dort arbeiten, eine Woche auf die Burnie-Hütte kommen, damit sie nicht vergessen, wie das Bergaufsteigen geht. Und Sie können eine Woche heli-skiing mit einer gescheiten Tourenwoche verbinden! Für Ihre Anreise haben Sie mehr Flüge zur Auswahl. Wir empfehlen stets, daß Sie am Abend vor Ihrem ersten Tag auf der Burnie-Hütte nach Smithers anreisen. Es ist zwar selten, aber keineswegs ausgeschlossen, daß ein Morgenflug nicht landen kann. Etwas öfter kommt es vor, daß Ihr Gepäck mit einem Flug Verspätung eintrifft. Wir helfen Ihnen gern mit unserem Material aus, aber die eigenen Skischuhe hat man doch lieber. Ski, Felle und VS-Geräte sind, wie Sie wissen, gar kein Problem. Und wenn Sie am Donnerstag abend anreisen, können Sie das Smitherer Nachtleben genießen. Danach ist der jetlag bestimmt weg.
Im nächsten Winter muß ich die Preise auf $1,875 pro Woche anheben. Damit sind wir immer noch im preiswerten Drittel der 25 Hütten In British Columbia. Unsere Berge sind aber nicht von der billigen Sorte. Von Smithers aus kostet es weit weniger als eine Woche in Whistler. Und dort fliegt man Sie nicht mit dem Hubschrauber in eine unberührte Bergwildnis und setzt Sie an einen reich gedeckten Tisch! Und wenn Sie Ihre Anzahlung vor dem 1. August 08 schicken, garantiere ich Ihnen die letztjährigen Preise.
Sommer ists im Bulkley Valley. Ich muß nur noch selten einheizen und plane die Projekte: eine Wasserleitung und eine kleine Turbine auf der Hütte. Den Benzingenerator loszuwerden, wäre schon ersterebenswert. Und eine Weg vom Telkwa River zur Hütte planen wir auch. Bis zum nächsten Winter!
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